Sinai & Reiseinfos

Das Land

Die Anfänge des Tourismus gehen auf das Jahr 1967 zurück. In diesem Zeitraum hatten die Israelis den Sinai besetzt und Militärstützpunkte errichtet. Sie waren es auch, die die Küstenstraße von Eilat nach Sharm bauten. Im Jahr 1982 wurde der Sinai an die Ägypter zurückgegeben, die sofort damit begannen, den Tourismus wieder aufzubauen.

Die Touristenmetropole der gesamten Insel ist das an der Südspitze gelegene Sharm El Sheikh.  Die örtlichen Hotels wurden alle um das Jahr 2004 erbaut. Sharm – wie es von den meisten Touristen kurz genannt wird – ist in drei Teile aufgeteilt. Der Ortsteil Nabq liegt geografisch betrachtet, nördlich vom Flughafen. Direkt auf Höhe des Flughafens befindet sich die Sharks Bay in der du unsere Tauchschule findest. Der zentralste Punkt ist sicherlich die Naama Bay, wo du auch ein pulsierendes Nachtleben findest. Diese Bucht liegt etwa 10 km südlich vom Flughafen.

Der südlichste Punkt wird auch auch Sharm El Maya oder Downtown Sharm genannt. Hier befinden sich die Stadtverwaltung und das Militär. Dies ist auch der Stadtteil, wo die meisten Einheimischen leben. Auffällig ist, dass kaum ägyptische Frauen in Sharm leben. Wir können uns vorstellen, dass die Ehefrauen in günstigeren Orten leben und du als Tourist deshalb überwiegend auf Männer triffst.

Ganz besonders empfehlenswert ist der Old Market. Dieses Zentrum des Handels zeigt sich auch heute noch im alt-ägyptischem Flair, in dem Handwerker und andere Dienstleister ihre Geschäfte machen.

In Sharm und der Naama Bay gibt es zahlreiche Banken. Vertreten sind die Banque Masr, die Bank of Alexandria, die National Bank of Egypt, und eine Filiale der Egyptian American Bank, Thomas Cook Bank, CIB, HSBC und viele andere. In den Foyers zahlreicher großer Hotels stehen Geldautomaten, an denen mit den gängigen Kreditkarten abgehoben werden kann.

Kreditkarten:

Bei uns könnt ihr mit Masercard oder Visacard bezahlen.

So schön es auch ist, mit seinem guten Namen zu bezahlen, es ist auch die teuerste Variante. Die Gebühren für Kreditkarten können extrem variieren. Ägyptische Banken erheben Gebühren zwischen 3,8 – 5%, wovon wir 3% des Preises umschlagen. Zusätzlich können aber noch weitere Bankgebühren anfallen.

Der Grund für die zusätzliche Gebührenerhebung besteht in den durch die erforderliche Währungsumrechnung entstehenden Kosten für den Emittenten der Karte. Falls ein Auslandseinsatz-Entgelt erhoben wird, beläuft sich dieses auf eineinhalb bis zwei Prozent des Umsatzes. Maßgeblich für den Umtauschkurs ist der gegenüber dem Sortenkurs günstigere Devisenkurs, jedoch zum Termin der Umrechnung (Referenz Reuters).

Auf diese Weise kann ein zusätzliches indirektes Entgelt entstehen, wenn sich der Währungskurs zwischen dem Datum der Zahlung und dem Termin der Umrechnung zum Nachteil des Kunden verändert. Eine Kreditkartenzahlung kann sich somit durchaus bis zu 10% des eigentlichen Kaufpreises belaufen (!).

Daher unsere Empfehlung: bar bezahlen ist am günstigsten.

EC-Karte:

Etwas günstiger als mit Kreditkarte ist die Verwendung der normalen EC-Karte mit 4-stelligem Pin. Hier werden in der Regel 3 € Gebühr erhoben und man kann pro Tag bis zu 3000 ägyptischen Pfund am Automaten ziehen.

Traveller Schecks werden nur auf Banken eingelöst. Die Auszahlung erfolgt mit Ausnahme in der Thomas Cook Bank in ägyptischen Pfund. Manche Banken verlangen sogar eine Einlösegebühr. In der Regel werden Devisen Tauschgeschäfte mit einer Commisionsgebühr in Höhe von 1 % des Verkaufswertes belastet.

Bargeld:

Wir akzeptieren Euro, Dollar, englische Pfund und natürlich auch ägyptische Pfund.

Falls Ihr vorhabt, eventuell amerikanische Dollar mitzunehmen, dann ist darauf zu achten, dass diese in perfektem Zustand sind. Nur ein kleiner Fleck auf einem Papierschein und es wird keine Bank geben die solche Scheine umtauscht. Wunderlich, wenn man den Zustand des ägyptischen Geldes betrachtet.

Bitte versucht möglichst viel in der Landeswährung zu bezahlen. Wer den Taxifahrer in Euro bezahlen möchte hat bereits Geld verloren. Bitte tauscht Geld auch nicht am Hotelschalter sondern bei einer richtigen Bank.

Das Wichtigste vorweg:
Für die Einreise nach Ägypten benötigen EU-Bürger einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens sechs Monaten über das Datum der Wiederausreise hinaus. Wessen Pass diese Gültigkeit nicht mehr erfüllt, kann sich im Einwohnermeldeamt einen neuen Pass mit Express (natürlich mit Aufpreis) ausstellen lassen. Nach 8 Arbeitstagen ist er fertig zur Abholung.
Man kann auch mit dem Personalausweis und zwei Passbildern einreisen.

Für einen Aufenthalt im Sinai, der nicht länger als 2 Wochen dauert, wird seit 2016 kein großes Visum (25 USD) mehr benötigt. Das gilt auch für Ras Mohamed Nationalpark, Ausflüge zum Katharinenkloster, Mosesberg oder Nuweiba.

Wichtig ist aber, dass das Visum für Trips zur Thistlegorm, Auflüge nach Luxor oder Kairo weiterhin erforderlich ist. Denn dann verlässt man den Sinai und unterliegt anderen Regeln des Landes.

Auch für Gabelflüge über Kairo kommt man leider nicht umhin, ein Visum zu kaufen, denn man reist ausserhalb des Sinais nach Ägypten ein, auch wenn man sich nur im Transitbereich des Flughafens befindet.

Wer in Sharm nur tauchen möchte, kommt also wunderbar mit einem Einreisestempel zurecht, den man an der Passkontrolle erhält. Basis dafür ist, dass du im Flugzeug den rosa Zettel ausfüllst, den dir die Crew vor der Landung gibt. Diesen gibst du an der Passkontrolle ab und dann bekommst du besagten Einreisestempel.

Deinem uneingeschränkten Tauchgenuss steht jetzt nichts mehr im Weg.

Nicht-EU-Bürger benötigen ein Visum:

Angefragt werden kann das hier:

Egyptian Embassy / Ägyptische Botschaft in Berlin
Stauffenberg Str. 6-7
D – 10785 Berlin
Tel. 030-477 54 70
Fax 030-477 10 49
embassy@egyptian-embassy.de

Viele große Chartergesellschaften fliegen regelmäßig nach Sharm. Pauschalreisende werden durch einen Shuttleservice des Veranstalters, des Hotels oder der Tauchbasis abgeholt.

Noch ein Punkt am Flughafen. Gepäckträger versuchen Euch zu „helfen“ und halten nach kleiner Arbeit groß die Hand auf. Ein Gepäckträger ist mit 50 Cent schon sehr gut bezahlt. Lasst euch auf keinen Fall auf Geld-Wechselspielchen ein! Denn eines ist ganz sicher: Ihr könnt nur verlieren! Lasst ihn einfach schimpfen, dreht euch um und geht eures Weges.

Individualreisende müssen sich ein Taxi nehmen. Die Fahrer sprechen sich untereinander ab und verlangen Preise, die um einiges höher liegen als im restlichen Ägypten. Vom Flughafen bis nach Hadaba solltet ihr keinesfalls mehr als 10 Euro zahlen. Einfach stur bleiben!

Übrigens haben alle Taxis verbindliche Preise, die sind in Form eines runden Stickers an jeder Scheibe eines Taxis festgeklebt sind. Dennoch scheint es vor Ort gern so, als hätten die Fahrer noch nie etwas davon gehört! Bleibt einfach stur und denkt euch nichts dabei.

Für mehr Mobilität vor Ort gibt es Leihwagen in der Naama Bay. Das Straßennetz ist verhältnismäßig gut ausgebaut.

Tipp für Sparer:

Schnappt euch eurer Gepäck und verlasst den Flughafen in Richtung Hauptstraße. Normalerweise kommen recht zügig immer wieder blau-weißer Kleinbusse Nutzt ihr diese, zahlt ihr vom Flughafen bis Hadaba etwa 2 LE pro Person. Das ist unschlagbar!

Um euch einen Anhaltspunkt für die Entfernungen vom/zum Flughafen zu geben:

  • 10 Kilometer bis zur Naama Bay; (liegt südlich vom Airport)
  • 2 Kilometer bis zur Sharks Bay; (liegt südlich vom Airport, aber quasi daneben)
  • 15 Kilometer bis zum Stadtzentrum Down Town; (liegt südlich vom Airport)
  • 15 Kilometer bis nach Nabq; (liegt nördlich vom Airport)

Es herrscht trockenes Wüstenklima mit Tagestemperaturen im Sommer bis 46°C, im Winter um die 20°C. Regenfälle sind äußerst rar, im Jahresdurchschnitt fallen um die 25 Millimeter, das meiste davon im Oktober bis Januar. In den kühlsten Monaten November bis März kann es nachts bis auf zehn Grad abkühlen und ein empfindlicher Wind wehen. Wer eine Wüstentour plant oder zum Mosesberg will, sollte unbedingt auf warme Kleidung und gutes Schuhwerk achten.

Jeden Tag Sonne, und das ca. 358 Tage im Jahr. Wolken im Sommer eine wahre Seltenheit. Davon kann man in Deutschland nur träumen.

Natürlich gibt es in Sharm el Sheikh genauso vielfältige Restaurants und Cafés wie in jeder anderen Touristenmetropole. Das geht los bei Pizza Hut und Mac Donalds über chinesische und italienische bis hin zu ausgefallenen japanischen Restaurants. Und mittendrin findet man kleine und feine einheimische Lokale mit original ägyptischen Gerichten.

In der Naama Bay reihen sich an der Strandpromenade die Restaurants der Hotels aneinander. Üblich sind hier maximal 10% Trinkgeld für gehobene Restaurants. Nehmt euch das zu Herzen, denn viele Manager klagen immer wieder über die viel zu hohen Trinkgelder, die dann in keinem Verhältnis zu den Speisen mehr stehen.

Wen es interessiert, der kann gern zu uns kommen und sich ein paar Tipps und unsere persönlichen Favoriten nennen lassen.

Über die Basics der ägyptischen Küchen gibt es einiges Wissenswertes zu berichten:

Denn die ägyptische Küche ist von verschiedenen Einflüssen geprägt. Der Islam verbietet Alkohol und Schweinefleisch. Doch der nahe Osten, Afrika, Italiener, Griechen und sogar Franzosen haben ihre kulinarischen Spuren hinterlassen.Und so verwundert es nicht, dass die landestypische Küche vor allem Gemüse auf den Tisch bringt.

Vorspeisen:

  • Baba Ghanough: ein wohlschmeckender Salat aus Auberginen und Sesampaste.
  • Tahina: Sesampaste gewürzt
  • Falafel: Kleine Knödel aus Gemüse Hummus: Brei aus Kichererbsen

Hauptspeisen:

  • Fleisch oder aber ein bunter Mix aus allen Gemüsebeilagen
  • Kosheri: ein Nationalgericht aus Reis, Nudeln, Linsen und Tomatensoße
  • Molokheia: Gemüse oder Suppe aus einem spinatähnlichem Gewächs
  • Bamia sind Okraschoten,
  • Kofta heissen die Fleischbällchen (wie bei uns Frikadellen oder Fleischpflanzerl)
  • Makhschi ist Gefülltes, z.B. Makhschi Krumb sind kleine Kohlrouladen
  • Immer wird Reis und Brot gereicht. A’esch heißt Brot und Leben

Nachspeisen – Hauptsache süß!

  • Hauptstadt aller Süßspeisen ist Tanta im Nildelta.
  • Basbusa: Grieskuchen mit Butter und Honig
  • Kunafa: süße haarfeine „Nudeln“
  • Halwa: gepresste Sesamkörner mit viel Zucker
  • Rus u Laban: Milchreis, meist mit Zimt
  • Foul: schmackhaftes Bohnengulasch ohne Fleisch (das gibts meistens zum Frühstück!)

Getränke:

Grundsätzlich gilt für Ägypten – nicht nur für Taucher – viel trinken! Mindestens 3 Liter am Tag. Die Sonne ist heiss, und durch die geringe Luftfeuchtigkeit merkt man kaum, dass man viel schwitzt und entsprechend Flüssigkeit verdunstet. Und hierbei bitte darauf achten, dass ihr nur Mineralwasser aus Flaschen mit Originalverschluss (z. B. Dasani, Hayat, Baraka) kauft.

Ansonsten steht eine vielfältige Auswahl an Säften (Orangen, Mango, Guaven, Zuckerrohr, Zitronen). Vorsicht bei den letzten beiden, da oft mit Leitungswasser zubereitet. Das beliebteste Getränk der Ägypter ist der Shai – der gesüßte Tee ist allenthalben zu finden. Mit Milch, Pfefferminze oder pur. Auch starker Mokka hat Anhänger, wie auch Karkade, ein Malventee, der kalt und warm getrunken wird.

Und weil´s halt immer so schön zischt nach dem Tauchen – ein spritziges Bier aus landeseigener Brauerei hergestellt – ist ein frisches Stella oder Sakkara Bier sehr empfehlenswert.

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