Thistlegorm & Wracks

MS Thistlegorm

Am 6. Oktober 1941 wurde das 126 m lange Dampfschiff MS Thistlegorm (gälisch für Blaue Distel) von einer 2000 kg schweren Spezialbombe für Schiffsbekämpfung eines deutschen Kampfgeschwaders, im Heckteil getroffen und sank im nördlichen Roten Meer auf 30 m Grund.
Die Thistlegorm war auf ihrem 4. Stapellauf unterwegs nach Libyen, voll beladen mit Kriegsmaterial, zwei Dampflokomotiven und Wasserwagen, Waffen und Munition, Panzer, Motorräder, Flugzeugteile, und einer Besatzung von 39 Männern. Sie musste mit einem Verband von zwanzig anderen Schiffen den Seeweg um das Kap der Guten Hoffnung nehmen, da das Mittelmeer von deutschen und italienischen Truppen kontrolliert wurde. Aber kurz vor Erreichen des Suezkanals musste das Schiff auf das Passieren einige Tage bei Sha´ab Ali warten, und dort wurde das 4,9 BRT schwere Schiff bombardiert.
Erst 14 Jahre später, 1955 entdeckte der französische Taucher und Abenteurer Jacques-Yves Cousteau das Wrack, es wurde aber geheim gehalten und geriet erneut in Vergessenheit. 1991 fand man es durch Fischer und Taucher wieder, seitdem ist es aufgrund seiner relativ geringen Tiefe eines der bedeutendsten Wrack für Sporttaucher und Kriegsdenkstätte.

Das Wrack der Dunraven befindet sich im südlichen Teil des Golfs von Sues in einer Tiefe von 15-30 Metern, am Riff des Beacon Rocks. Mit einer Länge von 85 m und einer Tonnage von 1800 BRT konnte es sowohl mit zwei Segeln als auch mit einer Dampfmaschine angetrieben werden. Es war mit Baumwolle und Wein beladen. Das Schiff liegt kopfüber, ausser dem großen Dampfkessel ist nichts mehr im Wrack drin, aber man kann durch tauchen und sowohl die vielen Glasfische als auch andere Meeresbewohner entdecken, die im Schiffsrumpf Schutz suchen.
Es ist nicht genau bekannt, warum das Schiff gesunken ist, die Besatzung konnte von Fischern gerettet werden.

Dieses Schiff ist mit seinen 2600 BRG und einer Länge von 175 Metern eines der beeindruckendsten Wracks im nördlichen Roten Meer. Am 19. Juni 1996 sollte die Million Hope eine Ladung von Kali und Phosphat von Aqaba in Jordanien nach Taiwan fahren, wo es trotz schlechter Sicht und zu hoher Geschwindikeit die vorgeschriebene Navigationsroute nicht eingehalten hatte und in das Nabq Riff aufgelaufen ist. Auch da gibt es verschiedene Versionen, warum das Schiff gesunken sei.
Das Wrack kann nur bei besten Wetterbedingungen (keine Wellen, Wind) angefahren und betaucht werden, da es sehr nah am Riff und recht flach liegt. Etwa 20-30 Meter vom Riff entfernt liegt noch ein Kran, der vom Schiff abgebrochen ist, wunderschön mit Korallen bewachsen, in dem viele Wasserbewohner Schutz finden. Toll auch zum Schnorcheln, kann vom Hotel Jaz Mirabel Beach Resort aus angeschwommen werden.

Im August 1984 strandete das 1963 gebaute, aus Aqaba kommende und mit Phosphaten beladene Schiff Kormoran aufgrund eines Navigationsfehlers auf dem die Insel Tiran säumenden Riff (Laguna Reef). Der Aufprall war so schlimm, dass die Kormoran fast zur Gänze ihren Bug verlor, während auf der linken Seite zwei große Lecks entstanden und das Deck mit seinen Aufbauten irreparabel beschädigt wurde. Nur wenige Minuten Fahrzeit vom Leuchtturm von North Laguna entfernt, ist die 80 Meter lange und in relativ geringer Tiefe liegende Kormoran anhand ihres teilweise aus dem Wasser ragenden Hecks leicht ausfindig zu machen. Der Tauchgang birgt keinerlei Schwierigkeiten, muss aber aus Gründen einer guten Sicht bei ruhiger See durchgeführt werden. Die besten Sichtverhältnisse sind gewöhnlich nachmittags gegeben, vorzugsweise bei Gezeitenumkehr, wenn die Strömung minimal ist. Die Heckvorrichtungen, die Schiffsschraube, der Motor, das Steuerruder und die auf dem Deck befestigten Winden sind sehr gut erhalten und auf der Bugseite ist der Name des Schiffes noch deutlich lesbar.

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